Ich nutzte heute die Gelegenheit, meine Tempoausdauer im hügeligen Terrain anzutesten und nahm die 15-Kilometer-Strecke beim 7. Hufeisenlauf Jena in Angriff. Das Höhenprofil ist nicht ganz ohne, da es kaum einen Kilometer nach dem Start von knapp 140 Meter hoch auf den Jenzig geht (ca. 400 Meter üNN). Eins hatte ich mir fest vorgenommen: Es wird nicht gegangen. Und das hat auch geklappt, wobei ich ziemlich vielen begegnete, die im Gegensatz zu mir vom Laufschritt in ein zügigen Gehen wechselten. Schneller als ich war dabei jedoch niemand – ansonsten wäre ich mir wohl auch reichlich dämlich vorgekommen
.
Oben auf der vermeintlichen Ebene angekommen, stellte sich diese als hügelig heraus. Die regelmäßig eingestreuten Bergaufpassagen machten mir auf Dauer mächtig zu schaffen, sodass mir der Abstieg vom Hufeisen-Plateau nach etwa 10 Kilometern eine willkommene Abwechslung war. Über schmale, steinige Wanderwege und Wiesen ging’s zurück ins Jenaer Tal, wo uns Kopfsteinpflasterstraßen und Asphaltabschnitte ins Ziel begleiteten. Nach meinem Training am vergangenen Donnerstag konnte mich der zeitweise Nieselregel samt phasenweiser Böen natürlich nicht mehr schocken. Das anspruchsvolle Terrain hat mir heute aber deutlich aufgezeigt, woran im Training noch zu arbeiten ist… (Stichwort Kraftausdauer).
Mit einer Zeit von 1:22:27 h auf 15 Kilometern bin ich bei etwas über 300 Höhenmetern recht zufrieden. Eine Zeitnahme gab es im Rahmen der Veranstaltung zwar nicht, ohne großen Aufwand fand ich mit einigem Nachfragen aber heraus, dass ich an Position 4 unter weiblichen Teilnehmerinnen (“Holzmedaille”
) ins Ziel kam. Im allgemeinen Gebrabbel hörte ich dann auch heraus, dass die vor mir Platzierten den Lauf ebenfalls als Trainingseinheit (weniger im Sinne eines Wettkampfes mit dem Anspruch maximal Mögliches zu leisten) angegangen waren.
Anschließend gab’s noch ‘ne nette Tombola, bei der ich eine Flasche Sekt gewann. Nette Geschichte, zumal die Teilnahme kostenfrei war.
An den Tag kann ich leider nicht nur mit einem lächelnden Auge zurückdenken, denn mein linker mittlerer Gesäßmuskel (“Alle Jahre wieder”
) meldete sich im Anschluss nicht unbeträchtlich. Ein Zwicken hatte ich an den Tagen vorher schon bemerkt, hoffte aber, dass es durch zusätzliches Dehnen und Gymnastik wieder abklingen würde. Mit mindestens vier lauffreien Tagen hoffe ich nun, dass sich die Angelegenheit (vermutlich eine Entzündung, denn Wärme hilft definitiv nicht) besänftigen lässt. Ich bin mir nicht ganz sicher, worin sich diese wiederkehrende Anfälligkeit begründet. Die bisherigen Arztbesuche und physiotherapeutischen Anwendungen der vergangenen Jahre halfen mir da auch nur bedingt weiter. Sollten die langen Läufe Schuld sein (ich dachte eigentlich, die Steigerung wäre – rational betrachtet – nicht zu stark gewesen), bin ich für höhere Kilometerumfänge wohl nicht “gemacht”. Oder ich sollte bei Umfangssteigerungen eher an eine 5. Einheit, anstelle eines Ausbaus der bisherigen 4 Einheiten denken.


Veröffentlicht von Nagetier am 8. Januar 2012 um 14:22
Glückwunsch. Und … es wird werden, mit dem Zwickzwackzwuck. Da Du unser Dehnexperte bist, wird sich das schnell wieder einränken.
Kennt man die Strecke eigentlich von der Horizontale???
Veröffentlicht von Lutz Finger am 11. Januar 2012 um 13:49
Also nun wird es aber mal Zeit, bei uns in Glauchau vorbei zu schauen. Da hast du definitiv was verpasst in deinem Läuferleben.
http://www.glauchauer-herbstlauf.de
Wenn leider auch unsere Hompage das qualitativ schlechteste ist, am ganzen Lauf. Ansonsten kann uns maximal Dresdenoder Leipzig(in Sachsen) das Wasser reichen.
Also bitte mal 28.10. frei halten, für wunderschöne 10 oder 21,1 km (DLV vermessen)
Gruß Lutz