Voll Cross, ey!

Etappe 2 der SaaleHorizontale-Staffel

Heute und letzten Samstag haben Landschaftsflitzer und ich uns Etappe 2 und 5 der Saale Horizontale-Staffel vorgeknöpft. Etappe 2 war erwartungsgemäß mit einem knackigen Höhenprofil ausgestattet – dass es allerdings doch so wenig Teilabschnitte zum „Heizen“ gab, erschreckte mich ein wenig. Und die Beschilderung und Markierung der SaaleHorizontale ist tatsächlich eher für Wanderer – oder allgemeiner: für sich recht langsam fortbewegende Menschen – gedacht. Einmal fast den Abzweiger verpasst, an einer Gabelung gar keine Markierung gefunden, einmal parallel zum eigentlich Wegstück durch den Wald getigert und über die Wiese gestakst anstatt einfach den befestigten Weg links zwei Höhenmeter tiefer zu nehmen… – trotz meiner Garmin mit GPS-Track! Erst nach dem Mörderanstieg hoch zum Hufeisen (knapp 180 Hm auf einem Kilometer) fühlt man fühlte ich mich in der Lage in relativ konstanter Pace zu laufen – auf Anschlag hämmerte ich die Strecke ohnehin nicht durch, aber als zügige Trainingseinheit war sie eigentlich schon geplant (obwohl der Durchschnittspuls etwas anderes meint). Das Prädikat „anspruchsvoll“ hat sich die Strecke durch ihr Höhenprofil ja so oder so verdient. Als Naturpfad lässt sich ein Großteil der SaaleHorizontale ohnehin als „Trail“ einstufen, Etappe 2 weist allerdings  auch ein paar crossähnliche Passagen auf (und das nicht ohne Spaßfaktor!!).

11,45 km – 01:16:53 h – 79 % Hfmax (laut Ausschreibung 11,2 km, +357 Hm, -335 Hm)

Etappe 5 der SaaleHorizontale-Staffel

Nachdem wir Etappe 2 sieben Tage verdaut hatten, ging’s auf Etappe 5. Der Startpunkt (Dornburger Schlösser) könnte idyllischer nicht gelegen sein. Dortige Gärtner/ Touristen dürften im Laufe des Tages allerdings durch unsere zwei „Wegwerfpullover“ etwas irritiert gewesen sein. Landschaftsflitzer hängte sein Wollmodell an einen Blechaschenbecher. Ich platzierte mein nicht mehr gutes Stück adrett zusammengefaltet auf die Mauer eines Ziergartens – vielleicht traut sich dann niemand ihn wegzunehmen und ich habe für später nochmal einen Wegwerfpullover. Nach 30-minütiger Straßenbahn- und Zugfahrt plus 15 Minuten Hinwandern und Erwärmen ging’s also los. Diesmal liefen wir getrennt, jeder sein Tempo. Anstiege – ja, die gab es auch hier, allerdings präsentierte uns hiesiger Weg anschließend moderat flache Abschnitte zum „Wiedereinrollen“. Denn: Der Berg ist erst zu Ende, wenn es wieder locker rollt. (Leitsatz fürs Hügelfahren aus der Roadbike – super aufs Laufen anwendbar 😉 ) Mit sehr viel Spaß und deutlich höherem Durchschnittstempo als vergangene Woche erfreute ich mich an Etappe 5. Zumal ich mich ab Kilometer 6 oder 7 mental auf den letzten knackigen Anstieg vorbereitete – als es dann bei Kilometer 9 zwischen zwei Zäunen auf einem wiesigen Weg aber wieder etwas bergab ging, musste ich verblüfft feststellen: Da kümmt wohl nüscht mehr 🙂 Die Verlaufer-Statistik begrenzte sich hier auf drei Stellen: Anfangs fanden wir den Einstieg nicht, zwischendurch wurde dem Garmin durch die vielen Kurven bisschen schwindelig und am Ende dachte ich kurz mal einen Ausflug in die thüringische Wiesenlandschaft unternehmen zu müssen – aber ich bin ja zum Glück nicht verloren gegangen.

11,73 km – 1:10:03 h – 81 % Hfmax (laut Ausschreibung 11,2 km, +402 Hm, -337 Hm)

Abschließend: ♥-lichen Dank an Landschaftsflitzer, dass er infolge meiner absoluten Begeisterung – ich würde sagen, es war Liebe auf den ersten Blick – vorschlug, die Etappen zu tauschen. Ich gehe also in knapp einer Woche auf die 5. Etappe! Und: ICH FREU MICH DRAUF!

Ich hab kein Haus, kein Äffchen und kein Pferd… Ich hab‘ Berge vor der Haustür zum Hochlaufen 😉

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2 Gedanken zu “Voll Cross, ey!

  1. Nagetier schreibt:

    Wald- und Wiesenläufe sind eben etwas völlig anderes und für uns alle etwas wirklich neues. Ich bin seit meinem 14-tägigen Training in unseren „Hügeln“ auch total begeistert. Laufen auf geraden Strecken … irgendwie öde?
    Die Messungen des Garmin sind manchmal schon etwas verzögert, zumal Du ja nicht wirklich langsam unterwegs warst. Schade, dass ich nicht an Dich wechseln kann. Doch an Björn ist ja auch ein Anreiz. Da werden wir Dir mal einen fetten Vorsprung mitgeben 😉

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