RiderMan – Tag 1: Einzelzeitfahren

16 Kilometer | 200 Höhenmeter

Drei Tage vor dem Rennen geht die Starterliste für die erste Etappe des RiderMan online. Mein Start ist 14:01:00 Uhr. Im 20-Sekunden-Takt werden die Teilnehmer von einer Rampe auf die Strecke geschickt.

Meine Startzeit bedeutet: ich bin die Vierte von 589 Startern an diesem Tag – ich habe es also früh hinter mir, habe mehr Zeit zu regenerieren, kann die Wettkampfstrecke zum Warmfahren nutzen und mir einen ersten Eindruck vom Anstieg hoch zur Hirschhalde verschaffen.

In der Warteschlange oben auf dem Podest werde ich kurz vorher noch einmal interviewt. Was ich mir denn vorgenommen hätte. Einen 30er Schnitt, sag ich.

Als vierter Starter, als erste Starterin habe ich natürlich wenig Aussicht darauf, jemanden überholen zu können, vielmehr darauf, überholt zu werden.

Bereits 3 Kilometer nach dem Start ist der Gipfel zur Hirschhalde erreicht, zwei Kilometer zieht sich der Anstieg vorher. Auf den ersten Kilometern habe ich mir bereits etliches Laktat in die Beine geschossen und zeitig brennt meine Lunge. Doch bei 16 Kilometern wird nicht lang gefackelt – Vollgas. Oder was man bei mir eben Vollgas nennen kann.

Vor lauter Aufregung habe ich natürlich vergessen die Uhr zu starten und mir fehlt ein Stück. Das lag allerdings auch daran, dass ich dem „Fahrradhalter“ auf der Rampe mit meinem Ellenbogen eins übergebraten hatte, was mir schrecklich Leid tat.

Bergauf überhole ich dann doch jemanden, bergab von der Hirschhalde überhole ich einen zweiten, allerdings wird er mich wenig später auf gerade Strecke wieder überholen. Und natürlich kommen nach und nach ein paar Zeitfahrspezialisten von hinten. Es gibt bei diesem Etappenrennen übrigens auch Tagesstarter. Einige reisen also nur für das Einzelzeitfahren an.

Bis zur Wende werden wir lediglich noch mit einem kleineren Hügel konfrontiert, dann geht es in eine Bustasche und wieder zurück. Die Hirschhalde müssen wir natürlich noch einmal hoch, nun aber ist der Anstieg aber langgezogener. Auf der finalen Abfahrt bis zur Rechtsabbiege in den Ort Bad Dürheim bin ich mit einer windschnittigen Position schneller, als wenn ich zusätzlich noch treten würde. Das hatte ich vorteilhafterweise bei der Erwärmung bereits herausgefunden.

Nach der Abbiege sehe ich, dass ich unter 30 Minuten bleiben könnte. Dann fällt mir ein, ich habe ja zu spät die Uhr gestartet. Ich gebe alles und komme fast schon ein bisschen zu dicht an die Kegel in der Mitte. Links von uns fahren auf der Gegenfahrbahn die späteren Starter. Das geht weit über drei Stunden so.

Dann sehe ich die Zieluhr. Es ist noch vor 14:31 Uhr. Ich knacke die 30 km/h und auch die 30 Minuten. Eigentlich ein höchst willkürliches Ziel auf einer Strecke, die man nie vorher gefahren ist.

Statistik:

29:18,4 Minuten, 32,76 km/h

Tageswertung: Platz 29/61 | Platz AK 7/13

Tour-Wertung: Platz 23/49 | Platz AK 7/12

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In Anbetracht der Tatsache, dass der Olympische Triathlon meine Disziplin ist, schätze ich, dass dies mein bestes Tagesergebnis im Vergleich zu den anderen Teilnehmerinnen sein wird. Indessen schlottere ich schon ein wenig, ob ich die Cut-Off-Zeit am Folgetag schaffen werde.

Während ich mir für die erste Etappe des Drei-Tages-Rennens einen Tag Urlaub nehmen konnte, reiste @LaFlitzer erst gegen 16.15 Uhr an und meldete sich nach. Dadurch ging er als drittletzter Starter des Tages und letzter Etappenstarter auf die 16 Kilometer. Er benötigte 24:38,0 Minuten. Das entspricht einem Schnitt von 38,97 km/h.

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