RiderMan – Tag 3: 90 km | 1.1.50 Hm

Der dritte und letzte Tag des dreitägigen Etappenrennens „RiderMan“ begrüßte die Tages- und Tourstarter mit einer Packung Nebel. Oder auch „Jena-Wetter“ wie ich gerne sage. Die sehr niedrigen Temperaturen während der Erwärmung hatten so rein gar nichts vom Kaiserwetter des Vortags. Ob es sich um Tiefnebel handelt, der sich in einer Stunde auflöst, war nicht abzusehen. Umso schwieriger war die Kleiderfrage. Während ich zum Einrollen noch eine Weste trug, stand ich im Startblock dann doch ohne da. Auf Armlinge wollte ich jedoch nicht verzichten.

@LaFlitzer wurde in Startblock C buxiert – startete also kurioserweise hinter mir. Zusammen mit weiteren ambitionierten Fahrern bildete er jedoch eine starke Verfolgergruppe, die es schaffte, das Führungsfeld nach einer Aufholjagd wieder einzusammeln. Daraus ergab sich für ihn eine schlussendlich wesentlich höhere Durchschnittsgeschwindigkeit als am Vortrag. Denn die große Führungsgruppe donnerte nicht auf Teufel komm‘ raus über den Asphalt, sondern fuhr – natürlich – taktisch.

Die ersten paar Kilometer waren geprägt vom Sortieren des Feldes. Lediglich die Elite-Teams starteten in Block A. Wie gut die Tagesstarter ihre voraussichtliche Durchschnittspace schätzten oder wie ehrlich und realisitsich sie diese angeben, ist stets fraglich.

Auf dem Weg zur ersten Bergwertung traf ich Erwin wieder. Frisch wie am ersten Tag würde ich den Berg hoch pedalieren, meinte er. Die Strecke machte an diesem Tag eine Doppelschleife, das heißt, ein Anstieg wurde mit leicht variiertem Ende zweimal gefahren. Auf der ersten Runde hatte ich eine gute Gruppe gefunden, aus deren Windschatten ich mit etwas Engagement nicht herausfiel.

Das Gruppenfahren im Allgemeinen lief schon viel besser und ich konnte meine Rolle viel besser einschätzen und entsprechend agieren. Je länger und kurviger eine Abfahrt, desto höher die Gefahr, dass ich aus der Gruppe falle, und den Anschluss zum Gruppenfahren auf geraden Passagen verliere. Wie schon am Vortag kam ich besonders gut an den Anstiegen zurecht. Nach der ersten Schleife gab es sogar eine kleine Frauengruppe aus vier Fahrerinnen, die im Kreisel rotierte. Am Berg kämpfte wieder jeder für sich.

Die Bergwertungen gestalteten sich wesentlich einfacher. Insgesamt war das Streckenprofil auch nicht so anspruchsvoll, keine zu langen Anstiege, steile Passagen waren eher kurz. Diesmal – ich hatte dazugelernt – nahm ich mein zweites Gel und kam ohne Schwächegefühl durch. Ein kleines Grüppchen machte die letzten 20 Kilometer erträglich. Dass ich 5 Kilometer vor dem Ziel sehen musste, wie „Gulasch“ die Kette riss, war allerdings mehr als herzzerreißend.

Kurz nach dem Finish bekam ich fast schon Lust auf eine vierte Etappe, aber noch mehr auf die anschließende Dusche und die ersehnte Off-Season. Ich hatte großen Respekt vor diesem Etappen-Rennen, und muss zugeben, dass er vor allem bezüglich der zweiten Etappe gerechtertigt war. Die besondere, gefühlt eher familiäre Athmosphäre mit dem Mix als Profis und Hobbystartern ist jedoch unglaublich toll und jeden Schweißtropfen wert.

Statistik:

3:14:34,6 Stunden | 27,75 km/h

Tageswertung: Platz 49/67 (davon 1 DNF) | Platz AK 12/16

Tour-Starter: keine gesonderte Tageswertung

Gesamtwertung:

7:09:30 Stunden

Platz 34/57 | Platz AK 10/15

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@LaFlitzer benötigte 2:22:38,5 Stunden (dies entspricht 37,86 km/h), AK-Platz 35/93 und Gesamtrang 108/637. In der Tourwertung über alle drei Tage belegte er Rang 135/495. Ich glückwünsche. 🙂

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