Sub45 beim 38. Rhein-Volkslauf

Wie in meinem letzten Post angekündigt, erfolgte am Ende der 1. Aufbauphase ein Formtest über 10 Kilometer.

Diese Formüberprüfung hat sich inzwischen fest etabliert. Vor zwei Jahren ging’s zum Dresdner Citylauf (45:02 Minuten), letztes Jahr startete ich beim Volkslauf in Biberach (43:46 Minuten). Mein Plan, in diesem Jahr schon vier Wochen vorher einen ersten 10er zu absolvieren, scheiterte leider an Magen-Darm-Problemen.

Dass erneute Magen-Darm-Probleme am Dienstag vor dem Wettkampf für Unruhe sorgten, erwähne ich hier mal nur am Rande.

Ich hatte bereits erwähnt, dass ich nicht in der gleichen Laufform wie letztes Jahr bin. Ich wollte ursprünglich schreiben, dass eine Zeit um die 45 Minuten trotzdem machbar sein sollte – strich es dann aber wieder. Zu viel Druck ist ja auch nicht gut.

Auf der Autofahrt nach Maximiliansau diskutierten @LaFlitzer und ich in einem hitzigen Gespräch dezidiert unsere Taktiken.

Er so: „Ich laufe 4:00-Minuten-Tempo an und gucke dann, was so geht.“

Ich so: „Ich werd‘ 4:30er Tempo anlaufen und dann sehen, ob’s läuft oder nicht.“

Gut 1:30 Stunde vor dem Start erreichten wir den Parkplatz und holten uns für 5 Euro Gebühr unsere Startnummern, Läufernudeln und ein Shampoo ab. Die Wahl des Race-Outfits war bereits mit dem Packen der Tasche entschieden: bei etwa 14 Grad und Sonnenschein hieß es „kurz/kurz“.

Mit dem Startschuss um 16.00 Uhr begaben sich zusammen mit den 10-Kilometer-Läufern auch die Halbmarathonis auf die Strecke. Für uns erfolgte am Kieswerk nach etwa der Hälfte der Strecke die Wende.

Mit 4:11 Minuten fiel der erste Kilometer sehr schnell aus, jedoch hatte ich es gefühlt locker angehen lassen, lief windgeschützt im Pulk und meines Erachtens auch etwas bergab. Der sehr geradelinige Kurs ist an vielen Stellen weit einsehbar – fast dauerhaft bildete ich mir ein, dass es leicht bergab ging. Grasbüschel entlang des Weges signalisierten deutlich, dass uns der Wind in den Rücken pustete und anschob. Und so bangte ich schon, wie sehr ich auf dem Rückweg leiden müsste.

Als ich das Kieswerk in der sonst sehr idyllischen Landschaft bemerkte, ordnete ich mich schon etwas mittiger ein, und auch @LaFlitzer bemerkte mich sogleich, als wir einander entgegen liefen. Meine Uhr zeigte mir bei der Wende exakt 5 Kilometer und eine Zeit von 21:50 Minuten an (im Schnitt 4:22 min/km). Laut Veranstalter waren hier allerdings erst ca. 4,7 Kilometer erreicht.

Der befürchtete Wind auf dem Rückweg ließ noch einen Kilometer auf sich warten, jedoch hielt es sich aufgrund des stellenweise schützenden Damms in Grenzen. Eine Gruppe, die mir Windschatten bieten konnte, fand ich leider nicht. Und den vermeintlichen Anstieg auf dem Rückweg gab es auch nicht so wirklich – hatte ich mich da so getäuscht? Ja! Fatamorgana oder was?

Lediglich auf dem neunten Kilometer des vollkommen aspahltierten Weges pustete mir der Wind so richtig entgegen. Da nehme ich die noch guten 4:31 Minuten für den langsamsten Kilometer jedoch gern in Kauf. Exakt auf dem Startstrich piepte die Uhr zum 10. Kilometer (43:55 Minuten). Allerdings galt es noch einige Meter zu laufen, ehe ich das Ziel nach handgestoppten 44:31 Minuten erreichte. Ich belegte Platz 12 bei den Damen und Platz 2 in meiner AK.

Sich hier mit Kleinigkeiten aufzuhalten, ob die Strecke nun 50 Meter zu lang war oder nicht, macht wenig Sinn. Die Essenz, die ich von diesem Lauf mitnehme, ist die, dass ich solide und deutlich unter 4:30er Pace laufen kann. Laut Veranstalter ist es eine 4:27er Pace, laut meiner gpsies-Nachmessung eine 4:25er Pace. Ich habe mich fit gefühlt und konnte eine gute Leistung abrufen. Die Saison ist eröffnet und jetzt freue ich mich so richtig auf die nächsten Wettkämpfe.

 

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4 Gedanken zu “Sub45 beim 38. Rhein-Volkslauf

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